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Truka Chentaj

Truka-Chentaj bedeutet “freundlicher Kampf” und ist ein Symbolischer Kampf zweier Krieger. Die T’Ailun nehmen dieses Spiel verhältnismäßig ernst und ein guter Truka-Chentaj-Spieler steht in hohem Ansehen. Hintergrund des Spiels ist die Tradition der K’Elatt andere Krieger oder deren Pferde zu rauben und sie in die eigene Sippe zu bringen. Darum geht es auch bei diesem Spiel. Sieger des Spiels ist, wer als Erster alle Krieger des Gegners geraubt hat.

Das Spiel besteht aus jeweils fünf Truken (=Kriegern) in der Farbe der einen Sippe und vier Rernot (=zu Werfenden, also Würfel). Dies sind Scheiben; deren eine Seite ein Otarsymbol aufweist und die andere Seite ein Saltahysmbol. Außerdem gehören zehn Stäbe (Ijot = Weiden) zum Aufbau des Spielfeldes dazu. Manchmal sind die 14 Truken und Rernot in einem Lederbeutel, auf den das Spielfeld aufgemalt oder eingebrannt wurde.

Die Ijot-Stäbe werden parallel ausgelegt und markieren so die neun Zonen oder Ijot. Jeder Spieler wählt eine Farbe und legt alle seine Truken vor die ihm zugewandte erste Zone. Die Kämpfersteine bedinden sich hier in ihrem eigenen Lager, Jotaj genannt. (Die Spieler einigen sich durch einen Wurf der vier Scheiben, wer beginnt. Derjenige, der am meisten Otarsymbole wirft, muss beginnen. Bei gleicher Anzahl wiederholt man den Wurf.

Abwechselnd werfen nun beide Spieler die Scheiben (Rernot) und ziehen einen ihrer Kämpfer (Truken) die erwürfelte Anzahl gemäß folgender Übersicht:

Ergebnis des WurfsFelderzahlName des Wurfs
Genau ein Otarsymbol 0 Felder tse’pach
Genau zwei Otarsymbole 2 Felder shin
Genau drei Otarsymbole 3 Felder res
Nur Otarsymbole 4 Felder vol oder moj’otar
Nur Saltahsymbole 5 Felder talch oder mo’sâltâk


Die Spieler sagen gerne ihren Wurf an und zählen laut ihren Zug mit (pach, shin, res, vol, talch). Kindern bringt man so das Zählen bei. Die Wurfergebnisse haben einen hohen Symbolgehalt, da Otar, das verändernde Moment, dennoch von Saltah dominiert wird, wenn Einigkeit herrscht.

Die Kämpfersteine (Truken) werden immer in Richtung des gegnerischen Lagers gezogen. Dabei dürfen niemals zwei eigene Steine in der gleichen Zone (Ijot) stehen. Es besteht Zugzwang und man muss die volle Felderzahl gehen! Erreicht man das gegnerische Lager, verfallen die überschüssigen Felder und man versetzt seinen Kämpfer ins eigene Lager (dies nennt man übrigens Truken tse’snataj = erfolgloser Kämpfer oder tse’snat truken).

Erreicht ein Kämpfer einen gegnerischen Kämpfer, so fängt er diesen (rinj truken = der Kämpfer wird gefangen) und man setzt den eigenen Stein auf den gegnerischen. Auch ganze Stapel können gefangen werden (rinj mo’truken). Stapel von Kämpfern müssen rückwärts ziehen und versuchen das eigene Lager zu erreichen (dies nennt man dann snat truken). Sind gegnerische Steine im Lager angekommen, scheiden sie aus dem Spiel aus.

Wird der letzte Stein des Gegners gefangen endet das Spiel automatisch und man ruft me ka’jing (= ich habe gewonnen!)

Erstellt von Cem. Letzte Änderung: Dienstag, 08. Juli 2008 13:03:39 CEST by Cem.

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