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Conbericht vom WG9

Nachdem wir gespeist hatten, erwartete uns ein besonderes kulturelles Ereignis: Wir hatten die Ehre, ein wahres Kleinod jiyamischer Theaterkunst mit eigenen Augen zu sehen; eine geradezu geniale Aufführung mit ungewöhnlich begabten und auch der Sangeskunst ganz ungemein mächtigen Mimen - auch wenn einige der etwas grob veranlagten Nordländer dem Spiel unserer Landsleute nur wenig abgewinnen konnten. Sie störten durch lautes Lachen und Zwischenrufe die doch so feinfühlig inszenierte Vorstellung, bis etwas ganz und gar Unerwartetes geschah: einer der Schauspieler wurde während der Aufführung - mir zittert jetzt noch die Feder in der Hand - erstochen!!!

Bitte sorgt Euch nicht, mein gütiger Vater, Eurer Tochter ist bei der ganzen Angelegenheit nicht ein Haar gekrümmt worden!

Wie dem auch sei: Während einige der Besucher Nachforschungen anstellten und die Schauspieler bezüglich des soeben geschehenen Mordes befragten, muss jemand eine Reliquie aus einem Gefäß im Gebetsraum gestohlen haben; mit schwerwiegenden Folgen, wie sich später herausstellen sollte.

Während wir später bei Musik und Gesang den Abend ausklingen ließen, tauchten noch einige Gäste in der Savarna auf, welche Helfer für die Khalahade anwerben wollten. Da es mir nicht erlaubt war, mein Vaterland zu vertreten, trat ich am nächsten Tag mit einer etwa zehnköpfigen Gruppe unter der Führung des kimbrianischen Söldners Aguja Pandoro für die Insel Trunos an.

Im Mittelpunkt der Ereignisse am Pach Otamont stand ein Brettspiel, welches von den jeweiligen Anführern der drei Gruppen gespielt wurde. Je nach Konstellation mussten die anderen Gruppenmitglieder Herausforderungen aus den Kategorien Kampf (also zumeist Duelle mit Schwert- oder Stabwaffen), Geschicklichkeit (beispielsweise Lapfinentauchen, Zorintensprinten, Dreibeinlaufen und andere Torheiten) oder Geisteskraft (die Lösung von Rätseln) annehmen. Der Sieg von Trunos wurde hier nicht zuletzt durch eine vorübergehende geistige Unbeweglichkeit meinerseits vereitelt, doch es muss auch erwähnt werden, dass man sich des Eindrucks nicht erwehren konnte, dass die Urteile der vermeintlich "Unparteiische"; einer gewissen Willkür nicht immer entbehrten!

Die gesamte Veranstaltung nahm etwa vier oder fünf L'iherc in Anspruch, wobei sich eine gewisse Verzögerung einstellte, da bösartige Geister die Veranstaltung störten. Nachdem der Angriff jedoch abgewehrt werden konnte, stand schließlich das Land Fosantu als Sieger fest, dicht gefolgt von meiner trunossischen Mannschaft. Am Nachmittag trennten sich die Wege der Reisenden: Eine recht große Gruppe erkundete den Wald, während ich zusammen mit etwa acht oder zehn anderen Besuchern im Umkreis der Savarnas verweilte. Gerade hatten einige von uns es sich mit einem Heißgetränk auf einer Bank in der Sonne bequem gemacht, als wir plötzlich das grausige Gebrüll eines Schurken vernahmen, der mit einer größeren Gruppe unheimlich aussehender Begleiter gerade die Savarna erreicht hatte und nun drohte, unser letztes Stündlein habe geschlagen.



Erstellt von admin. Letzte Änderung: Donnerstag, 20. Juni 2019 13:31:17 CEST by admin.